Digitalisierung

Wir würdigen die hervorragende und kostenbewusste Arbeit und Organisation der Stadtverwaltung. Im Vergleich zu vielen vergleichbaren Kommunen sind wir besser aufgestellt. Für eine agile Verwaltung bietet die Digitalisierung große Chancen, die wir ambitioniert vorantreiben wollen. Aber auch bei ambitionierten Plänen muss das sprichwörtliche „Rad“ nicht neu erfunden werden. Die Devise muss heißen: Keine Insellösungen. Bei der Digitalisierung wollen wir einheitliche Konzepte verfolgen. Interkommunale Kooperation ist daher gerade im IT-Bereich sinnvoll und erstrebenswert. Dabei schauen wir auch auf die, die bei der Digitalisierung vorangehen. Die vom Land geförderten „Digitalen Modellkommunen“ sind als digitale Pioniere aufgestellt, um in den Bereichen E-Government und Smart City Anwendungen und Standards zu entwickeln, die auf andere Kommunen übertragbar sein müssen. Die gefundenen Lösungen wollen wir schnellstmöglich für die Stadt Hörstel aufgreifen und die erfolgreiche Zusammenarbeit in und mit der KAAW (Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West) soll intensiviert werden.

Das digitale Bürgeramt ist der zentrale Baustein für eine bürger- und serviceorientierte Verwaltung. Die Lebenszeit der Bürgerinnen und Bürger, die sie durch Gänge zum Amt und lange Warteschlangen verlieren, wollen wir soweit es geht minimieren. Dazu wollen wir möglichst viele Dienstleistungen digital anbieten und diese damit einfach, unkompliziert und zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar machen. Das ermöglicht auch den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein flexibleres Arbeiten. Unser Ziel ist zudem, dass die Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Anlaufstelle in der Verwaltung haben. Dort sollen die Angebote so gebündelt und koordiniert werden, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht an zahlreiche verschiedene Ämtern wenden müssen.

Auch das Mobilfunknetz muss weiter konsequent ausgebaut werden. Wir wollen Genehmigungsverfahren beschleunigen, mögliche Standorte für Funkmasten prüfen und wo möglich städtische Flächen und Gebäude bereitstellen. Diese Faktoren helfen im Übrigen dabei, die Infrastruktur von morgen zu schaffen: Auch der nächste Mobilfunkstandard 5G braucht Antennenstandorte, schnelle Realisierungsprozesse und den ausdrücklichen politischen Willen, diese Technologie vor Ort haben zu wollen. Dies muss im Einklang mir den Anwohnern geschehen und gegeben falls sind alternative Standorte zu suchen.

Gerade in der digitalen Welt bieten sich gute Möglichkeiten, echte Barrierefreiheit zu gewährleisten. Das beginnt bei den digitalen Angeboten der Stadt Hörstel, die für Menschen mit Behinderung erreichbar und nutzbar sein müssen. Neben Anwendungen für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung wollen wir auch konsequent „Leichte Sprache“ in alle Angebote einbinden. Digitale Zugänge erleichtern es zudem auch Eltern mit kleinen Kindern oder mobilitätseingeschränkten Seniorinnen und Senioren Angebote der Stadt Hörstel wahrzunehmen. Gleichzeitig wissen wir auch, wie wichtig ganz analoge Bürgernähe ist. Das ermöglicht insbesondere älteren oder mobilitätseingeschränkten Menschen, ihre Verwaltungsangelegenheiten vor Ort zu erledigen.

Unsere Visionen und Ideen

  1. Alle Entscheidungen für unser neues Rathaus müssen primär auf Digitalisierung ausgerichtet sein, um auch in Zeiten einer Pandemie für Bürgerinnen und Bürger erreichbar zu sein. Alle Dienstleistungen müssen zukünftig ohne zusätzliche Verzögerungen bearbeitet werden können, gleichwohl müssen alle Dienste für Bürgerinnen und Bürger barrierefrei verfügbar sein.
  2. Freie Kapazitäten der verfügbaren Räume sollen von Vereinen, Verbänden, Organisationen, die in der Stadt Hörstel ansässig sind, auf einer digitalen Plattform gebucht werden können, um so eine effizientere Nutzung vorhandener, öffentlicher Räume, z.B. einigen Räumen der Schule am Abend, der freien Schulungsräume der Feuerwehrhäuser tagsüber usw. zu erreichen.
  3. Bei der Planung des Raumbedarfs im neuen Rathaus soll eine feste Anzahl „Home-Office-Arbeitsplätzen“ ermöglicht werden, um Büroflächen nicht über Maßen bereitzustellen, der in fünf bis zehn Jahren nicht mehr benötigt wird und dann unnötige Kosten verursacht. Zusätzlich erhöhen wir die Reichweite und Attraktivität der zukünftigen Arbeitsplätze der Verwaltung in der Stadt Hörstel.
  4. In der Stadt Hörstel wird ein Gründerzentrum für digitale Entwicklungen (Digital Hub) benötigt, um neuen Ideen in der Stadt einen Ort zu geben, an dem sie gedeihen und verwirklicht werden. Ein Gründerzentrum soll als zentraler Ort Firmen, Start Ups, Junge Unternehmer, Schüler und Studierende miteinander verbinden und Raum für Co-working bereitstellen. Die Stadt Hörstel soll die Entstehung eines digitalen Gründerzentrums aktiv unterstützen.