Umwelt- und Klimaschutz sind Aufgaben, die die ganze Menschheit betreffen. Zugleich sind sie auch Aufgaben für eine generationengerechte Politik vor Ort – auch, weil sie unmittelbar die Lebensqualität in unserer Stadt betreffen. Die Freien Demokraten setzen dabei vor allem auf den Einsatz und die Weiterentwicklung moderner Technologien für den ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt. Wir wollen Erfinden statt Verhindern.

Dabei wollen wir das Klima wirksam schützen. Statt auf Symbolpolitik, wie das Ausrufen des „Klimanotstands“, setzen wir, wie am Beispiel der Streuobstwiese am Lammers Hof verwirklicht wird, auf ganz konkrete Innovationen und Maßnahmen, die das Klima schützen und den CO2-Ausstoß mindern. Dazu gehören unter anderem der Neu- oder Ausbau von Radwegen, Maßnahmen für einen leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr und der Ausbau der Ladeinfrastruktur für alternative Antriebstechnologien. Die Einrichtung von Natur- und Erholungsflächen ist ebenso wirksam wie die Unterstützung von Garten- oder Artenschutzprojekten sowie insektenfreundliche Grünflächen– und sie erhöhen die Lebensqualität vor Ort. Die Ausweisung von Flächen für neuen und umweltfreundlichen Wohnraum und die Unterstützung der Sanierung von bestehendem Wohnraum sind wichtige Bestandteile einer wirksamen Klimapolitik. Naturschutz kann und muss im Einklang stehen mit den Menschenrechten. Wir setzen auf die Innovationskraft des menschlichen Geistes statt auf planwirtschaftliches und vom Staat gelenktes Handeln.

Einen entscheidenden Beitrag für einen wirksamen Klimaschutz muss der Verkehrssektor liefern. Wir setzen uns deswegen für eine Umrüstung kommunaler Fahrzeuge und der Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs auf emissionsarme Antriebssysteme ein. Die dafür zur Verfügung stehenden Fördermittel von Bund und Land müssen unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit in Anspruch genommen werden.

Grundsätzlich gilt: Die Belange aller Verkehrsteilnehmer müssen gleichermaßen berücksichtigt werden, damit jede und jeder gut, schnell und sicher an sein Ziel kommt. Dafür brauchen wir eine bedarfsgerecht ausgebaute Infrastruktur unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger. Das Straßen- und Wegenetz muss instandgehalten werden und, wo notwendig, ausgebaut werden.. Das ländliche Wegenetzkonzept der Stadt Hörstel mit der guten Beteiligungsmöglichkeit für alle Interessierte ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung

Darüber hinaus wollen wir die Erfahrungen mit bereits bestehenden privaten Anbietern des ÖPNV auswerten und Privatisierungen gegebenenfalls weiter vorantreiben. Individuelle Transportkonzepte wie Bürgerbusse, Rufbusse oder eine Kombination von Personen- und Gütertransporten, die auf die Bedürfnisse der gesamten Stadt, den Ortsteilen und natürlich auch den Randgebieten abgestimmt sind, wollen wir fördern.

Zur besseren Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger wollen wir „Mobilitätspunkte“ schaffen, die einen sinnvollen und effizienten Umstieg zwischen verschiedenen Transportmitteln ermöglichen – um mit dem Auto zur Haltestelle, mit dem Bus in die Innenstadt und mit dem E-Scooter (die mit vier Rädern) zum Zielort zu kommen. Wir setzen auch auf die Förderung und Weiterentwicklung des autonomen Fahrens als Technologie der Zukunft.

Unsere Visionen und Ideen

  • Corona hat gezeigt, dass Fahrräder und alle vergleichbaren Fahrzeuge für die innerörtlichen Wege eine größere Rolle spielen und weiter an Bedeutung gewinnen. Der vorhandene Verkehrsraum muss deshalb neu aufgeteilt werden. Dabei muss jede Form der Mobilität berücksichtigt werden, was zu Folge haben muss, dass mehr Verkehrsfläche für Fahrradfahrende, Lastenräder und Scooter (mit mehr als zwei Rädern) auf den bisherigen Straßen bereitgestellt wird.
  • Die Anbindung des Kloster Gravenhorst per Fahrrad soll durch einen Radweg entlang der Gravenhorster Straße verbessert werden.
  • Für das Gebiet der Stadt Hörstel ist ein Landschaftsplan aufzustellen. Auch die lokale Wirtschaft ist von den örtlichen Erfordernissen und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege betroffen. Bislang sind für die Ausarbeitung die Stadtverwaltung, Stadtrat und Naturschutzverbände vorgesehen. Wir fordern, dass in der einzurichtenden Arbeitsgruppe auch Vertreter der Wirtschaft beteiligt werden.

Stadtteil Bevergern

  • Entlastung für die Stüwwestraße durch eine alternative Route
  • Weiterführung des "Mühlenpättken" durch das neue Wohngebiet bis zum alten Pastorat

Stadtteil Riesenbeck

  • Wiederbelebung der Heinrich-Niemeyer-Str. als Einkaufsstraße durch Straßenumbau mit Radweg und Parkbuchten evtl. Geschwindigkeitsanpassung
  • „Rennstrecke“ Surenburger-/Emsdettener Straße, besonders im Bereich der Querungshilfe Junge-Bornholt. durch Straßenbaumaßnahmen beruhigen
  • Fortführung des Projekts „Wohnen mit Pferden“ bis Ende 2020 final entscheiden

Stadtteil Dreierwalde

  • Wir fordern die Einrichtung einer Busverbindung von Dreierwalde nach Hörstel, Bevergern und Riesenbeck, die z.B. in Kooperation mit der Gesamtschule auf dem Hin- und Rückweg Schulbusse nutzen kann. Selbstverständlich auch unter Nutzung der zukünftige Möglichkeiten, wie z.B. autonome Fahrzeuge, kleine Busse (Mini- und Micro-Einheiten), Rufbusse usw.